To do-Liste für ein langes Wochenende in London
Zugegeben: Die allererste London-Reise ist eine aufregende Sache und kann das Nervenkostüm gehörig strapazieren.
Unsere To-do-Liste für ein langes Wochenende bringt Sie vom Buckingham Palace über die Tower Bridge bis zum London Eye. Damit niemand zu kurz kommt, haben wir bei der Auswahl unserer Tipps an Besucherinnen und Besucher jeden Alters gedacht.
Tag 1 – Westminster, South Bank und Covent Garden

Good morning, London!
Starten Sie Ihren ersten Tag mit einem Brunch im Dishoom, gleich um die Ecke von Ihrem Ankunftsbahnhof St Pancras. Hier wird Ihnen ein Frühstück im Bombay-Stil serviert, das heißt klassische Speisen mit unverkennbarer Würze. Da Sie schon in der Gegend sind, sollten Fans von Harry Potter unbedingt im Bahnhof King’s Cross vorbeischauen. Denn nur dort, am Gleis 9 ¾, verschwinden.
Dann geht es weiter nach Buckingham Palace. Der Palast ist während der Sommermonate etwa zehn Wochen lang für Besuch geöffnet.
Vom Palast aus folgen Sie dem Birdcage Walk entlang des St James’s Park bis zur Westminster Abbey, wo alle Könige und Königinnen Englands seit 1066 gekrönt worden sind. Big Ben liegt nur wenige Gehminuten entfernt.

Der Themse entlang
Überqueren Sie die Westminster Bridge und spazieren Sie zum Southbank Centre, wo Sie sich unterwegs etwas Leckeres zum Mittagessen besorgen können. Der Street-Food-Markt findet dort jeden Freitag bis Sonntag statt. Genießen Sie Ihren Lunch und den prächtigen Blick auf den Fluss und das London Eye. Schlendern Sie anschließend am Südufer entlang Richtung Tate Modern, um die neuesten Ausstellungen zu entdecken. Auf der gegenüberliegenden Flussseite sehen Sie die futuristischen Wolkenkratzer der City, die sich hinter der Kuppel der St. Paul’s Cathedral erheben.
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Covent Garden und das West End
Wieder an Land, spazieren Sie hinauf nach Covent Garden. Zum Diner dürfen Sie gerne im Henrietta Bistro einkehren. Nach Ihrem ersten Tag in London haben Sie sich die langsam geschmorten Schweinerippchen mit Kartoffeln redlich verdient!
Und falls Sie nach diesem prall gefüllten Tag noch (oder wieder) Energie haben, spazieren Sie noch zum TKTS-Kiosk am Leicester Square. Vielleicht ergattern Sie dort vergünstigte Tickets für ein Musical oder Theaterstück im West End.
Tag 2 – Die City, Tower Bridge und Soho

London am Morgen
Starten wir mit einem Brunch und einer atemberaubenden Aussicht im Duck & Waffle im 40. Stock (!) des Heron Tower. Reservieren Sie am besten im Voraus, um sicher einen Tisch zu bekommen.
Danach führt unser Weg zum berühmt und berüchtigten Tower of London, in dem einige der bekanntesten Persönlichkeiten der englischen Geschichte eingesperrt waren. Heute beherbergt die Festung die Kronjuwelen, ein Museum und zahlreiche interaktive Angebote.
Nächster Halt ist die berühmte Tower Bridge. Bevor Sie die Brücke überqueren, drängt sich The Shard, das höchste Gebäude Londons, in Ihr Blickfeld. Von hier aus sehen Sie auch die HMS Belfast, das letzte noch erhaltene Kriegsschiff der Royal Navy aus dem Zweiten Weltkrieg.

Mittagspause in Borough Market
Machen Sie einen Zwischenstopp auf dem Borough Market, einem der ältesten und bekanntesten Lebensmittelmärkte Londons, und besorgen Sie sich alles für ein Picknick. Von dort sind es nur etwa zehn Gehminuten bis zum Globe Theatre, das nur wenige hundert Meter vom ursprünglichen Globe entfernt errichtet wurde, auf dessen Bühne schon Shakespeare selbst stand.
Tipp: Für nur 5 £ können Sie im Globe eine Vorstellung besuchen. Voraussetzung ist allerdings, dass es Ihnen nichts ausmacht, während der Aufführung zu stehen.

British Museum und Afternoon Tea
Das British Museum ist mit seiner beeindruckenden Sammlung antiker Schätze unbedingt einen Besuch wert. Die Dauerausstellungen sind kostenlos. Sie dürfen also in Ruhe durch die Säle schlendern und Meisterwerke wie den Stein von Rosetta, die Elgin Marbles oder sogar den Sarkophag einer Katze bestaunen.
Wenn Sie nach so viel Kultur etwas hungrig sind, lohnt sich ein Abstecher ins nahegelegene Bloomsbury Hotel für einen traditionellen britischen Afternoon Tea in stilvollem Ambiente. Reservieren Sie am besten vorab auf der Website des Hotels, um sich einen Tisch zu sichern. Lassen Sie Ihren Tag mit einem Spaziergang nach Soho ausklingen, wo Sie mit ein paar Cocktails anstoßen können.
Tag 3 – Carnaby Street, Marylebone, Camden und Kensington

Ein Vormittag zum Shoppen
London bietet eine riesige Auswahl an Geschäften für jedes Budget und jeden Stil: von Vintage-Märkten über Designerboutiquen und alles, was dazwischenliegt.
Schlendern Sie die Carnaby Street entlang und machen Halt bei Liberty London, um in den ikonischen floralen Stoffen nach schönen Mitbringseln zu stöbern. Anschließend können Sie nach Marylebone fahren und die Boutiquen entlang der High Street entdecken.
Wenn Sie eine Pause vom Einkaufen brauchen, spazieren Sie zur Baker Street und besuchen das Sherlock-Holmes-Museum oder machen ein paar Selfies bei Madame Tussauds. Danach geht es weiter nach Camden Town, berühmt für seinen weitläufigen Markt mit Vintage-Läden und Live-Musik.

Camdens Vintage-Schatzkammer
Für ein glutenfreies Mittagessen besuchen Sie den Camden Lock Market und probieren kolumbianisches Streetfood bei Maize Blaze. Auf der Speisekarte stehen unter anderem mit Chorizo gefüllte Käse-Pandebonos, würziger Kochbananensalat mit Knoblauchreis und Balsamico-Kohl.
Spazieren Sie anschließend durch den Markt und machen Sie Halt bei St Cyr Vintage, wo Mode aus den 1940er-Jahren und später angeboten wird. Mit etwas Glück entdecken Sie echte Statement-Stücke von Mary Quant oder Biba.

Luxus und Kultur in Kensington
Wenn Sie High-End-Marken lieben, sollten Sie dem berühmten Kaufhaus Harrods einen Besuch abstatten. In den rund 330 Abteilungen dieses extravaganten Konsumtempels können Sie nahezu alles kaufen – sogar Goldbarren.
Danach empfiehlt sich ein leichter Lunch im Bluebird Chelsea. Die farbenfrohen Innenräume und die geschützte Terrasse sind bei jedem Wetter eine gute Anlaufstelle. Apropos Wetter: Wenn die Sonne scheint, lohnt sich eine Runde mit dem Tretboot auf dem Serpentine-See im Hyde Park. Packen Sie ein Picknick ein und genießen Sie die Sonne auf der Wiese.
Wer am Abend noch in der Gegend ist und sich zum Diner irgendwo niederlassen möchte, kann Harry’s Dolce Vita probieren, nur wenige Schritte von Harrods entfernt. Auf der Karte stehen klassische italienische Gerichte. Gespeist wird in einem glamourösen Ambiente im Stil der 1950er-Jahre, mit Muranoglas, Messingverzierungen und alten Fotos.
Wer früh bucht...
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Unterwegs in London
London verfügt über ein sehr gut ausgebautes Verkehrsnetz, in dem man sich problemlos und schnell fortbewegen kann. Allerdings sind die Preise nicht wirklich günstig. Wer viel unterwegs sein möchte, sollte sich eine Day Travelcard (Öffnet einen neuen Tab) besorgen, eine der kostengünstigsten Optionen. Mit dieser Tageskarte können Sie den ganzen Tag unbegrenzt mit U-Bahn, Bus, Overground und DLR fahren. Die Travelcard ist für verschiedene Tarifzonen erhältlich, je nachdem, wohin Sie fahren möchten. Für die meisten Sehenswürdigkeiten im Zentrum reichen jedoch die Zonen 1–2 aus.
In der Londoner U-Bahn öffnen sich die Türen automatisch. In oberirdischen Zügen und in der DLR müssen Sie hingegen den Knopf drücken, sobald er aufleuchtet. Von diesem System sind Besucherinnen und Besucher häufig überrascht.
Nach ein paar Tagen gewöhnt man sich vermutlich an die lauten „Mind the gap“-Durchsagen in den Stationen. Seien Sie dennoch vorsichtig: Der Abstand zwischen Zug und Bahnsteig kann an manchen Stationen stark variieren.
Auch die Benimmregeln in der U-Bahn sind klar: Auf Rolltreppen steht man rechts und geht links. Wenn Sie Taschen dabeihaben, achten Sie bitte darauf, dass diese ebenfalls rechts stehen und niemanden behindern.
In den typischen roten Doppeldeckerbussen können Sie mit der Day Travelcard, Oyster Card oder kontaktloser Bankkarte bezahlen. Tickets werden jedoch nicht im Bus verkauft. Daher sollten Sie eines der genannten Zahlungsmittel dabeihaben, bevor Sie einsteigen.
Für Ihre erste Busfahrt empfehlen wir Ihnen die Linie 15, eine besonders schöne Strecke vom Tower, vorbei an der StPaul’s Cathedral bis zum Trafalgar Square. Für die beste Aussicht sollten Sie sich einen Sitzplatz oben in der ersten Reihe sichern. Aber Vorsicht: In den Kurven kann die Fahrt mitunter rasant werden, fast wie in der ersten Reihe einer Achterbahn.
Leihen Sie sich ein Santander-Bike (Öffnet einen neuen Tab) an einer der zahlreichen Selbstbedienungsstationen und entdecken Sie die vielen malerischen Radwege durch London. Bevor Sie ein Fahrrad mieten, sollten Sie sich allerdings mit den britischen Verkehrsregeln (Öffnet einen neuen Tab) vertraut machen!
Gibt es eine schönere Art, Londons Highlights zu entdecken, als vom Wasser aus? Steigen Sie in einen River Bus für eine günstige Fahrt auf der Themse (Sie können mit Ihrer Oyster Card oder kontaktlosen Bankkarte bezahlen) oder entscheiden Sie sich für eine der zahlreichen organisierten Bootstouren. Dabei zeigt Ihnen ein Guide die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und erzählt Wissenswertes zur Geschichte der Stadt, während Sie gemütlich über die Themse fahren.
Tipps für Ihren Städtetrip nach London
Mit dem London Pass erhalten Sie Zugang zu mehr als 80 Attraktionen in der britischen Hauptstadt. Sie sparen sowohl Zeit als auch Geld, das Sie viele Sehenswürdigkeiten kostengünstig oder umsonst besuchen können. Und bei einigen der meistbesuchten Highlights in London erhalten Sie mit diesem Pass außerdem schneller Zugang. Den London Pass gibt es als praktische App mit mobilen Tickets, die sofort verfügbar sind.
Trinkgeld ist in Großbritannien nicht verpflichtend, es ist jedoch üblich, etwa 10 bis 15 Prozent des Rechnungsbetrags als tip zu geben. In manchen Restaurants ist der Service bereits auf der Rechnung ausgewiesen. Sofern nicht ausdrücklich anders angegeben, ist dieser Betrag jedoch freiwillig.
London ist ein Shopping-Paradies. Die meisten Geschäfte sind durchgehend von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Wenn Sie an Wochenenden belebte Einkaufsstraßen wie die Oxford Street oder die Carnaby Street besuchen, kommen Sie am besten früh am Morgen oder am Abend, um den größten Andrang zu vermeiden.
Greater London ist riesig und erstreckt sich über mehr als 1.570 Quadratkilometer. Daher ist die U-Bahn oft die naheliegende Wahl, um von A nach B zu kommen. Die meisten wichtigen Sehenswürdigkeiten liegen jedoch im Zentrum und häufig in fußläufiger Entfernung zueinander. Wenn Sie sich etwas bewegen und gleichzeitig mehr von der Stadt sehen möchten, lohnt es sich, Strecken zu Fuß zurückzulegen.
Der ikonische U-Bahn-Plan von London gilt als Designklassiker, ist jedoch in Bezug auf tatsächliche Entfernungen zwischen den Stationen irreführend. Auf dem Plan scheinen beispielsweise Leicester Square und Covent Garden weit voneinander entfernt. Tatsächlich liegen sie nur etwa zwei Gehminuten auseinander. Wenn Sie also möglichst wenig Zeit unter der Erde verbringen möchten, prüfen Sie die Entfernungen auf einer Stadtkarte und ziehen Sie das Gehen in Betracht.

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